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Sonntag, 18. Februar 2018

Waldfriedhof Jeziorko bei Łomża

Waldfriedhof Jeziorko bei Łomża

Die Infotafel
Im Zeitraum 1941 bis 1945 haben die Nazis im Umkreis von Łomża 57 Massenhinrichtungen in 40 Ortschaften begangen. Es wurden über 30 000 Zivilpersonen ermordet. In vier Wäldern in der Umgebung der Stadt Łomża fanden mindestens 9 dokumentierte Hinrichtungen statt sowie einige weitere, die bisher nicht dokumentiert wurden. Drei von ihnen erfolgten auf einer Waldlichtung unweit des Dorfes Jeziorko im Sommer 1942 sowie im Juni und Juli 1943. Die polnische Widerstandsbewegung (der Delegierte der Londoner Exilregierung) bemühten sich, die Naziverbrechen zu registrieren. Alle Angaben über Massenhinrichtungen wurden gesammelt und nach London überwiesen. Dank diesen Angaben, sowie den Augenzeugenberichten und den Gerichtsdokumenten der Nachkriegszeit, wurden glaubwürdige Listen der Opfer, auch von geheimen Hinrichtungen, zusammengestellt. Drei von diesen Hinrichtungen fanden auf der Waldlichtung unweit vom Dorfe Jeziorko statt.
Der Friedhof in der Waldlichtung unweit des Dorfes Jeziorko entstand am Frühling 1945. In drei Grabhügeln wurden die Aschen der Opfer bestattet. Die Leichen wurden von dem Nazi-Sonderkommando 1005 unmittelbar vor dem Rückzug eingeäschert, um die Beweise des Verbrechens zu tilgen. Der Friedhof wurde am 15. Juli 1945 vom Bischof Ordinarius von Łomża, Stanisław Kostka Łukomski festlich eingeweiht. 
Das Aussehen des Friedhofs änderte sich mit der Zeit, je nach den aktuellen Tendenzen. In den Jahren 1950 – 2000 wurde der Waldfriedhof hauptsächlich von den Familienangehörigen der Opfer und von den Schulkindern aus Jeziorko und Umgebung gepflegt. Manchmal wurden dort Totenmessen abgehalten, unter Teilnahme der Delegierten verschiedener Organisationen und Behörden. 
Im Jahre 2007 wurde Friedhof renoviert.


Quelle: http://www.jeziorko.canonia.pl/index-de.htm#adres12b

Cmentarz leśny w Jeziorku, kryjący prochy ofiar zbrodni hitlerowskich, znajduje się w pobliżu wsi Jeziorko, położonej przy szosie 669 Łomża-Jedwabne, 7 km od Łomży. Cmentarz na polanie jeziorkowskiego lasu należy do tych nielicznych miejsc, które mają prawie całkowicie udokumentowaną swoją historię. W mogiłach pochowano prochy ofiar trzech egzekucji:
starców z domu opieki w Pieńkach Borowych,
więźniów politycznych z więzienia w Łomży,
zakładników spośród inteligencji miasta Łomży.

Hinrichtung 62 politischen Häftlingen in Jeziorko bei Łomża

Grabmal im Wald in Jeziorko bei Łomża
Im Frühling 1943 wurden die Einwohner des Dorfes Jeziorko von den Nazis gezwungen, neben dem Massengrab der Greise zwei weitere große und tiefe Graben auszuheben. In der Nacht vom 29. auf 30. Juni 1943 wurden dort einige Dutzend Häftlinge aus dem Gefängnis in Łomża hingerichtet. Das Verbrechen wurde sofort in Jeziorko bekannt. Die Namen der Hingerichteten blieben jedoch viele Jahre unbekannt. 
50 Jahre lang blieben die Namen der Opfer unbekannt. Erst 1994 wurde im Archiv Neuer Akten in Warschau die Liste der Hingerichteten aus dem Łomżaer Gefängnis entdeckt, die vom Delegierten der Exilregierung schon im September 1943 nach London überwiesen wurde. Leider wurde die gesamte Dokumentation nach dem Kriege vom Archiv der PVAP übernommen und blieb damals unerreichbar. Erst nach der Wende wurden die Dokumente im öffentlichen Archiv zugänglich. Es steht fest, dass in der Nacht vom 29. auf 30. Juni 1943 auf der Waldlichtung Jeziorko 62 politische Häftlinge hingerichtet wurden.

http://www.jeziorko.canonia.pl/index-de

Więźniowie polityczni z więzienia w Łomży – 62 osoby – zostali zamordowani w nocy z 29 na 30 czerwca 1943 w Jeziorku.

Die Geiseln der Stadt Łomża


Grabmal der Geiseln der Stadt Łomża
Am frühen Morgen, am Donnerstag, den 15. Juli 1943 schockierte die Einwohner von Łomża die Nachricht, dass die Nazis ganze Familien verhaften und im Gefängnis einsperren. Es werden alle festgenommem – Erwachsene, Kinder und Greise. Die Nachricht war so überraschend, da es bisher keine Massenverhaftungen ganzer Familien gab. 
Alle Verhaftungen verliefen nach dem gleichen Schema: Nach dem Betreten der Wohnung prüften die Gendarmen flüchtig die Identität der Anwesenden und durchsuchten eilig die Wohnung nach dem Geld, den Juwelen und anderen wertvollen Gegenständen, die sie als „privaten Nebenverdienst“ in die Taschen steckten. Alle Anwesenden sollten sich anziehen, die Wohnung schließen und die Schlüssel den Gendarmen übergeben. Den festgenommenen Einwohnern von Łomża (einer der sieben Städte des Kreises Białystok) drohte die Hinrichtung. 
Die Hinrichtung wurde am 15. Juli 1943 vollgestreckt. Die Opfer waren 52 Personen (ganze Familien) von Lomzaer Intelligenz für die konspirative Anteile gegen Nazi-Deutschland in Łomża. Im Rahmen einer speziellen Vergeltungsaktion Der Konvoi aus dem Łomżaer Gefängnis kam auf die Waldlichtung Jeziorko, wo schon früher ein Graben ausgehoben war. Wahrscheinlich wurden die Opfer auf dem Rande des Grabens mit dem Feuer von Maschinenwaffen getötet. Die Täter waren Mitglieder einer Spezialeinheit, berufen vom Gauleiter Ostpreussens, Erich Koch. Es waren Ukrainer und Litauer in SS-Uniformen sowie örtliche Gendarmen und Gestapofunktionäre. Die Leichen der Hingerichteten wurden von den Schergen mit einer dünnen Schicht Erde zugeschüttet. 
Einige Tage danach wurden die Wohnungen der Ermordeten liquidiert, die Möbel in ein Lager gebracht, die Schlüssel wurden den neuen Einwohnern übergeben. 

Quelle: http://www.jeziorko.canonia.pl/index-de

Zakładnicy spośród inteligencji miasta Łomży – 52 osoby – zostali zaaresztowani rankiem 15 lipca 1943 w swoich domach i tego samego dnia zamordowani w lesie jeziorkowskim. Tej egzekucji dokonała specjalnie powołana przez Ericha Kocha grupa operacyjna nazwana od nazwiska dowódcy – grupą Müllera. Na jesieni 1944 jednostka uciekających wojsk hitlerowskich Sonderkommando 1005 odkopała zwłoki pomordowanych i spaliła je na stosach, aby zatrzeć ślady zbrodni.

Ende des Altersheimes von Pieńki Borowe in Jeziorko bei Łomża 1942

Obelisk mit Schuhen von Ermordeten in Jeziorko
Schon in der Vorkriegszeit wurde im Dorfe Pieńki Borowe bei Jedwabne ein Altersheim errichtet. Nach dem Einmarsch der Nazitruppen wohnten dort einige Dutzend Personen im Alter von 60 bis 70 Jahren und das Bedienungspersonal (Köchinen, Putzfrauen, Hausmeister usw.). Von der deutschen Kreisverwaltung erhielt das Altersheim keine Hilfe, wie Lebensmittel, Heizmaterial usw. Im Frühling 1942 wandte sich die Altersheimverwaltung um Hilfe an die Kreisverwaltung. Statt der Hilfe kamen um 4-5 Uhr früh Gendarmen, die angeblich die Greise in ein anderes Altersheim des Kreises Białystok bringen sollten. Stattdessen fuhren die LKWs in den Wald unweit des Dorfes Jeziorko, wo die Opfer mit Pistolenschüssen getötet und in einem früher von den Sowjets hinterlassenem Aushub begraben wurden. Und das war das Ende des Altersheimes in Pieńki Borowe. 
Es sind keine Dokumente des Altersheimes erhalten. Nach Augenzeugenberichten wurden im Walde etwa 60 Greise ermordet. Es ist gelungen, die Namen von 13 Opfern festzustellen: 
                  1. Aniołkowska 
                  2. Bączkowski 
                  3. Jankiewicz – etwa 70 Jahre alt 
                  4. Kamiński – etwa 70 Jahre alt 
                  5. Kuczyńska Zofia – etwa 60 Jahre alt 
                  6. Lipińska Zofia – etwa 60 Jahre alt 
                  7. Łapińska 
                  8. Łopuszyńska (oder Łopuszańska) – etwa 70 Jahre alt 
                  9. Mankiewicz – etwa 70 Jahre alt 
                10. Mankiewiczowa 
                11. Matuszewski 
                12. Sadowski – etwa 70 Jahre alt 
                13. Załęcka
                 Die übrigen Opfer sind namenslos geblieben. 
Quelle:
http://www.jeziorko.canonia.pl/index-de.htm

Mieszkańcy domu starców z Pieniek Borowych – ok. 60 osób – zostali zamordowani w lipcu 1942 w Jeziorku (dokładna data nie ustalona).